Landwirtschaft ist einer der großen Berufe der nächsten 30 Jahre
In einem Interview in der Zeitschrift "Profil" 05/2009 spannt Jim Rogers einen weiten Bogen von der aktuellen Wirtschaftskrise über die Wichtigkeit guter Ausbildung bis zu Zukunftsfragen der Menschheit. Jim Rogers ist einer der erfolgreichsten Börsen-spekulanten der Welt, der in den 70er Jahren gemeinsam mit George Soros einen Fonds auflegte, der 4200 % Rendite abwarf. 1998 legte er einen Rohstofffond auf - genau zum richtigen Zeitpunkt wie man heute weiß. Zu Landwirtschaft u. Er-nährungssicherheit äußert sich Jim Rogers folgendermaßen: "Der Lebensmittelvorrat der Welt ist auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren. Es kann sein, dass Menschen eines Tages nichts zu essen bekommen, ganz egal, wie hoch der Preis dafür ist, den sie für Lebensmittel bezahlen würden. Wenn die Nahrungsmittelpreise nicht steigen, ist es bald soweit.
Rogers Begründung: "Es mangelt an Weizen, Pflanzgut u. Traktorreifen. Es gibt nicht genug Landwirte. Viele Bauern sind alte Männer, weil die Landwirtschaft seit 30 Jahren ein schlechtes Geschäft ist.
Frage Profil: "Sollen wir alle Bauern werden?"
Rogers: "Landwirtschaft ist einer der großen Berufe der nächsten 20-30 Jahre. Noch flitzen 29-jährige in ihren Maseratis durch London oder an der Wallstreet vorbei. Es dauert nicht mehr lange, dann werden sie Taxi fahren. Wenn sie klug sind, lernen sie, wie man mit einem Traktor umgeht. Die Zukunft liegt in der Landwirtschaft. Man sollte nicht Wirtschaft sondern Agrarwissenschaften studieren.
Jim Rogers lag in der Vergangenheit mit seinen Prognosen meistens richtig.
(Aus "Der Bauer" vom 11.02.09 von DI Christian Krumphuber) A.P.